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TU Berlin

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M.A. Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik

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Allgemeines

M.A. Theorie und Geschichte der Wissenschaft und Technik

Abschluss: Master of Arts
Regelstudienzeit: 4 Semester
Leistungspunkte: 120 LP/ECTS
Bewerbung: zulassungsbeschränkt
Unterrichtssprache: Deutsch

Weitere Informationen (Studienordnung, Modulkatalog, Zulassungsordnung usw.) hier

Leitfaden zum Studiengang (ISIS-Kurs) hier

Bewerbung
jeweils zum 15. Juni eines Jahres für das folgende Wintersemester

Termine
Start: WiSe 2019/20 
Dauer des Semesters: 01.10.2019-31.03.2020
Vorlesungszeit: 14.10.2019-15.02.2020
davon vorlesungsfrei: 21.12.2019-04.01.2020, sowie an gesetzlichen Feiertagen

Studiengang

Der forschungsorientierte Masterstudiengang behandelt die Theorie und Geschichte von Wissenschaft und Technik in einer Zusammenführung der verschiedenen Blickrichtungen und Methoden der beteiligten Fachgebiete des Instituts für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte. Damit vermittelt der Studiengang ein Disziplinen verbindendes Fachwissen über die konzeptionellen Grundlagen von Wissenschaft und Technik, ihre historische Bedingtheit und Entfaltung, ihre Durchdringung von Natur und Gesellschaft und ihre ethischen Implikationen. Zugleich besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung in den einzelnen Disziplinen. Es ist das Anliegen des Studiengangs, die Aufmerksamkeit und das Einzelverständnis dafür zu schärfen, in welch weitreichender Weise Wissenschaft und Technik mit ihren formalen und materiellen Bedingungen unser Denken und Zusammenleben in der Gegenwart prägen und in Zukunft weiter prägen werden. Die Studierenden werden dabei in die Lage versetzt, eigene Forschungsinteressen zu entwickeln und diesen selbständig nachzugehen.


Studienrichtungen

Philosophie des Wissens und der Wissenschaften

In der Studienrichtung Philosophie des Wissens und der Wissenschaften werden vertiefte Kenntnisse der Wissenschaftsphilosophie, Erkenntnistheorie, Philosophie des Geistes, Sprachphilosophie,  Technikphilosophie bzw. -ethik, philosophischen Anthropologie sowie philosophiehistorische und systematisch-analytische Methoden der normativen und evaluativen Bewertung wissenschaftlich-technischer Entwicklungen mit Blick auf die menschliche Lebenswelt vermittelt. Das Themenspektrum reicht von aktuellen Diskursen in der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie (wissenschaftliche Modelle, Erklärungen, etc.) und der Philosophie der Einzelwissenschaften (Philosophie der Biologie, Mathematik, Physik etc.) sowie theoretischen Fragen der Wissenschaftskommunikation über Grundfragen der allgemeinen und angewandten Ethik – speziell Technik-, Umwelt-, Medizin- und Bioethik – bis zur Analyse und Bewertung zukunftsweisender technischer Entwicklungen der Digitalisierung, Mensch-Maschine-Interaktion und KI. Besonderer Wert wird auf die Einübung der Kompetenz zur eigenständigen Reflexion und Argumentation sowie der Konzeption und Präsentation wissenschaftlicher Beiträge gelegt.

 

Wissenschafts- und Technikgeschichte

In der Studienrichtung Wissenschafts- und Technikgeschichte steht die historische Entwicklung der Wissenschaften und der Technik im Kontext von Gesellschaft, Kultur ,Politik und Umwelt im Zentrum. Es geht weniger um die herausragenden Leistungen einzelner Erfinder*innen und Entdecker*innen, sondern um ein Verständnis davon, wie sich die menschliche Lebenswelt, wissenschaftliches und technisches Wissen und technische Artefakte gegenseitig bedingen und beeinflussen. Das Spektrum an historischen Entwicklungen reicht von der Antike bis zur neuesten Zeit, vom Wissen von der unbelebten und belebten Natur bis zur wissenschaftlichen Durchdringung der menschlichen Gesellschaft, von der Konstruktion von High-Tech-Artefakten bis zum alltäglichen Technikgebrauch. Dabei geht es stets um den sich wandelnden Status wissenschaftlichen und technischen Wissens und auch um die Grenzen des technisch Machbaren und um deren Folgen in Gesellschaft und Umwelt.

 

Literatur und Wissenschaft 

Die Studienrichtung Literatur und Wissenschaft widmet sich – am Leitfaden von Literaturgeschichte und Poetik – der Verwandlung der natürlichen und kulturellen Umwelt des Menschen durch Wissenschaft und Technik. Damit ist im Zeitalter der Digitalisierung und Kybernetisierung insbesondere das Verhältnis von Alltags- und Maschinensprachen aufgerufen, verbunden mit der Frage, wie es heute den Raum der ‚technischen Existenz’ bestimmt. Auf dem Weg wissensgeschichtlich informierter Lektüren literarischer Texte (Gedichte, Dramen, Romane, Essays) wird die Fähigkeit eingeübt, in ihnen Spannungen und Brüche im Werden der Welt freizulegen. Dabei ist es unerlässlich, punktuell auch die ästhetischen Formen nichtsprachlicher Künste in die Beobachtung einzubeziehen. Zu den Anliegen der Studienrichtung gehört es weiterhin, in das aktuelle Feld der Digital Humanities einzuführen und damit Perspektiven auf die Zukunft geisteswissenschaftlichen Arbeitens zu eröffnen. 

 

Module

Der Studiengang ist in drei fachliche Studienrichtungen gegliedert:

  • Philosophie des Wissens und der Wissenschaften
  • Wissenschafts- und Technikgeschichte
  • Literatur und Wissenschaft

Das Studium umfasst 120 ECTS-Punkte in vier Segmenten:

  • gemeinsamer Pflichtbereich zur Einführung (12 LP) mit 2 Modulen: Erkenntnis und Methode und Plenum, mit viel Raum für studentische Mitgestaltung
  • großer Wahlpflichtbereich (60 LP): Studienrichtung, Vertiefung und Erweiterung
  • Freie Wahl (18 LP) aus dem Lehrangebot der Berliner Universitäten
  • Masterarbeit (30 LP) in einer der drei Studienrichtungen

Die weitgehend frei wählbaren Wahlpflichtmodule erlauben es, den Studiengang in hohem Maße interdisziplinär zu durchlaufen oder ein spezifisches Profil in einer Disziplin auszubilden.

Die Zulassung erfolgt zu jedem Wintersemester. Bewerbungen sind bis 15. Juni eines Jahres möglich. Zulassungsvoraussetzung ist ein Hochschulabschluss in einem Studiengang der Geisteswissenschaften, Kulturwissenschaften, Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik, Ingenieurwissenschaften oder Sozialwissenschaften.

Einführungsveranstaltung

Die Einführungsveranstaltung für Erstsemester findet am

Montag, den 14. Oktober 2019, von 12.00-14.00 Uhr

im Rahmen der Ringvorlesung "Erkenntnis und Methode" (Modul P 1) statt.

Raum: C 230 (Chemiegebäude, Straße des 17. Juni 115, 10623 Berlin)

Team

Prof. Dr. Birgit Beck - Ethik und Technikphilosophie
Prof. Dr. Axel Gelfert - Theoretische Philosophie
Prof. Dr. Thomas Gil - Praktische Philosophie
Prof. Dr. Jochen Gläser - Sozialwissenschaftliche Wissenschafts- und Technikforschung 
Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann - Literaturwissenschaft
Prof. Dr. Katja Krause - Wissenschaftsgeschichte
Prof. Dr. Friedrich Steinle - Wissenschaftsgeschichte
Prof. Dr. Heike Weber - Technikgeschichte

Zusatzinformationen / Extras

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