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TU Berlin

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Philosophie des Wissens und der Wissenschaften

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Steckbrief

Steckbrief zum

Master Philosophie des Wissens und der Wissenschaften  

In der Philosophie geht es um eine argumentative, begriffliche Klärung und rationale Rekonstruktion des Denkens und Handelns. Das menschliche Selbstverständnis und das Verständnis der Lebenswelt werden auf den verschiedenen Ebenen des menschlichen Zugangs, von der einfachen sinnlichen Wahrnehmung bis hin zu hoch entwickelten intellektuellen Tätigkeiten wie der wissenschaftlichen Theoriebildung, kritisch reflektiert. Dabei werden Grundbegriffe und fundamentale Überzeugungen hinterfragt und in ihrem Geltungsanspruch überprüft. Die Philosophie des Wissens und der Wissenschaften beschäftigt sich im Besondern mit den normativen und epistemologischen Voraussetzungen und Implikationen von Wissenschaften und Technik. Sie untersucht die unterschiedlichen Formen des Wissens einerseits in theoretischer Perspektive (Epistemologie, Philosophie des Geistes, Kognitionsphilosophie, Wissenschaftstheorie etc.), andererseits in moralisch-praktischer Hinsicht (Ethik, Sozialphilosophie, politische Philosophie, Technikfolgenabschätzung etc.).

Das Studium des forschungsorientierten Masterstudiengangs "Philosophie des Wissens und der Wissenschaften" vertieft die vorausgesetzten Fachkenntnisse der Philosophie in fünf Schwerpunktbereichen. Diese sind:

·       Philosophie der Sprache und Zeichen

·       Philosophie der Kognition

·       Philosophie der Wissenschaften

·       Technikphilosophie, Ethik der Wissenschaften und Technik

·       Entwicklung der Philosophie in der wissenschaftlich- technischen Welt.

In den genannten Bereichen widmen sich die Studierenden der Analyse der unterschiedlichen Formen, Praktiken und Dynamiken des Wissens und ihrer Verflechtung. Die Studierenden vervollkommnen ihre Arbeitstechniken, üben den Einsatz unterschiedlicher philosophischer Methoden (Phänomenologie, Hermeneutik, Dialektik, Begriffsanalyse, logische Modellierung etc.), entwickeln ihre Fähigkeiten des selbständigen Studierens und Forschens und bilden ein eigenes Forschungsprofil aus. 

Voll-philosophische Stellen in der Arbeitswelt beschränken sich auf Forschung und Lehre an Hochschulen, Forschungsinstituten und im Bereich der Publizistik,  z.B. bei Verlagen, Zeitungs- und Rundfunk- und Fernsehredaktionen oder als freie Autorin / freier Autor. Der Masterstudiengang „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ bedient durch die Schulung im formalen und disziplinübergreifenden Denken auch die Nachfrage nach beruflichen Kompetenzen wie der kreativen Problemlösung, der Klärung und Deutung von Sachverhalten, der Analyse von Argumenten, der Konfliktmoderation und des Wissensmanagements. Diese analytischen und kommunikativen Kompetenzen in Verbindung mit hohem Reflexionsvermögen sind eine positive „Mitgift“ für eine Vielzahl von beruflichen Feldern.

Berufsfelder

Vollphilosophische Stellen in der Arbeitswelt konzentrieren sich für Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ auf Forschung und Lehre an Hochschulen, selbständigen For-schungsinstituten sowie im Bereich der Publizistik für das philosophisch interessierte Publikum bei Verlagen, Zeitungs- und Rundfunkredaktionen. Das Masterstudium bedient jedoch aufgrund der Schulung im formalen und disziplinüber­greifenden Denken auch die spezifische Nachfrage nach beruflichen Schlüsselkompetenzen wie der kreativen Problemlösung, der Klärung und Deutung von Sachverhalten, der Analyse von Argumenten, der Konfliktmoderation und des Wissensmanagements. Diese Ressourcen sind eine positive „Mitgift“ für eine Vielzahl von beruflichen Feldern, im engeren aber vor allem für alle Formen von Beratungstätigkeiten und für das Feld der Erwachsenenbildung.

Der Masterstudiengang "Philosophie des Wissens und der Wissenschaften an der TU Berlin"

Gegenstand
In der Philosophie geht es um die rationale Rekonstruktion des Denkens und Handelns im Alltag, den Wissenschaften und den Künsten. Philosophie umfasst dabei unterschiedliche geistige Bemühungen wie Reflektieren, Analysieren und methodisches Überprüfen mit Hilfe des rationalen, kritischen Denkens. Sie stellt Fragen, die die Wissenschaften nicht beantwortet haben oder grundsätzlich nicht beantworten können, die aber gleichwohl für unser Leben von zentraler Bedeutung sind. Grundbegriffe des menschlichen Lebens werden nicht einfach vorausgesetzt, sondern in Frage gestellt und einer Klärung zugeführt. Auf diese Weise leistet die Philosophie einen Beitrag zum Verständnis gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen in Wissensgesellschaften und schafft Orientierung.

Inhalte

Im 2008 akkreditierten forschungsorientierten Masterstudium „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ werden in systematischer Dimension insbesondere Kenntnisse der Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes, Wissenschaftstheorie, praktischen Philosophie (von der Ethik über die Handlungstheorie bis zur Staatsphilosophie), Ästhetik, Naturphilosophie, Philosophie der Mathematik, Philosophie der Gesellschaft und Technikphilosophie erworben. In philosophiehistorischer Dimension wird die Fähigkeit entwickelt, die philosophische Tradition in ihrer Bedeutung für unser heutiges Selbstverständnis zu reflektieren.

Verzahnung mit anderen Wissenschaften

Dabei ist die vielfältige Verzahnung der mit anderen Wissenschaften ein profilbildendes Merkmal dieses Masterstudienganges. So schlägt der Bereich Philosophie der Sprache und der Zeichen inhaltlich eine Verbindung zu Linguistik, Semiotik, Literaturwissenschaft, Musik und Kunst. Die Philosophie der Kognition ist verzahnt mit der Informatik, der Psychologie, den Neuro- und Kognitionswissenschaften. Die Philosophie der Wissenschaften und Technik sowie Handlungstheorie und Ethik der Wissenschaften und Technik reflektieren auf die deskriptiven und normativen Grundlagen von Mathematik, Natur-, Planungs- und Technikwissenschaften sowie auf die Konsequenzen wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen und der lebensweltlichen Folgen. Das Studium der Entwick-lung der Philosophie in der wissenschaftlich-technischen Welt bietet Anknüpfungspunkte an geschichts-, kultur- und sozialwissenschaftliche Studiengänge.

Qualifikationsziele
Der Masterstudiengang „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ vermittelt Ihnen als Studierenden den Zugang zu vielfältigen Methoden und Gegenstandsbereichen der Philosophie des Wissens und der Wissenschaften. Das Studium soll Sie befähigen, historische und systematische Fragestellungen philosophischer Natur mit den Methoden der hermeneutischen Interpretation von Texten und der logischen Rekonstruktion von Argumenten zu bearbeiten sowie argumentativ begründete Stellungnahmen zu philosophischen Problemen zu entwickeln. Diesem Ziel dient auch der Erwerb von instrumentellen Fähigkeiten, wie z. B. die wissenschaftliche Interpretation philosophischer, auch fremdsprachiger Quellen und der Umgang mit bibliographischen Hilfsmitteln. Das Masterstudium vermittelt Ihnen die Befähigung, philosophische Fragestellungen methodisch sicher und inhaltlich angemessen zu bearbeiten und im Umgang mit Primärtexten und Forschungsliteratur schriftlich und mündlich darstellen zu können. Der Masterstudiengang schafft somit auch die für die Aufnahme eines Promotionsstudiums notwendigen Voraussetzungen.

Akademischer Grad

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums erwerben Sie den akademischen Grad „Master of Arts“ (M. A.).

Studienaufbau und - organisation

Regelstudienzeit
Die Regelstudienzeit einschließlich der Masterarbeit beträgt vier Semester. Inhalt und Aufbau des Studiums sowie das gesamte Prüfungsverfahren sind dabei so organisiert, dass Sie Ihr Studium innerhalb dieser vier Semester auch abschließen können.

Module

Das Lehrangebot ist zu Lern- bzw. Qualifikationseinheiten zusammengefasst, sogenannten „Modulen“. Diese werden unterschieden in Pflicht- (P), Wahlpflicht- (WP) und Wahlmodule (W). Pflichtmodule müssen studiert werden.  Wahlpflichtmodule wählen Sie aus einem vorgegebenen Katalog. Wahlmodule können aus dem gesamten Fächerangebot der Technischen Universität Berlin und anderer Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen mit Promotionsrecht im In- und Ausland absolviert werden.

Prüfungen

Jedes Modul wird durch eine benotete Modul­prüfung in mündlicher oder schriftlicher Form oder in Form von Prüfungsäquivalenten Studienleistun­gen abgeschlossen. Alle Modulprüfungen und die Masterarbeit im letzten Semester bilden zusammen die Masterprüfung.

Leistungspunkte nach dem ECTS
Studien- und Prüfungsleistungen werden mit Hilfe eines Leistungspunktesystems nachgewiesen. Berechnungsgrundlage für die Vergabe von Leis­tungspunkten (LP) ist das European Credit Transfer System (ECTS). Die Anzahl der Leistungspunkte kennzeichnet den durchschnittlichen quantitativen Arbeitsaufwand, den Sie erbringen müssen, um die jeweiligen Studien- und Prü­fungsanforderungen zu erfüllen. Berücksichtigt sind hierbei Anwesenheitszeiten, Vor- und Nachbereitungs­zeiten für Lehrveranstaltungen, Zeiten für den Er­werb von Studiennachweisen und Prüfungsäquiva­lenten Studienleistungen, die Vorbereitung auf Modulprüfungen sowie Prüfungszeiten. 1 Leis­tungspunkt entspricht dabei dem Arbeitsaufwand von 30 Zeitstunden. In jedem Semester müssen Sie in der Regel 30 LP erwerben. Als Gesamtarbeitsaufwand für das Masterstudium „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ werden insgesamt 120 LP (= 3600 h) zu Grunde gelegt. Dabei entfallen auf die Module 90 LP (= 2700 h) und auf die Masterarbeit 30 LP (= 900 h).

 

Exemplarischer Studienverlaufsplan mit Leistungspunkten (Voll- und Teilzeit) Link (PDF, 182,4 KB)

 

Auslandsstudium

Zur Erweiterung von Kenntnissen im Bereich vergleichender, internationaler und interkultureller Wissenschaft, zur Förderung interkultureller Kom­petenz und zur Entwicklung der Persönlichkeit wird Ihnen ein Studienaufenthalt im Ausland empfohlen. Wenn Sie einen Auslandsaufenthalt im Rahmen Ihres Studiums planen, ist vorherige Teilnahme an einer entsprechenden Studienberatung dringend empfohlen. Die/der zuständige Beauftragte für Auslandsstudien der Fakultät I wird Sie bei der Auswahl der Hochschule und der Zusam­menstellung Ihres Studienplans unterstützen.
 


Masterprüfung

Durch die Masterprüfung soll festgestellt werden, ob Sie durch Ihr Studium auf berufliche Anforderungen unter Berücksichtigung von Veränderungen in der Berufswelt vorbereitet sind und über die dafür erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so verfügen, dass Sie zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit, zu kritischem Denken über gesellschaftliche Zusammenhänge und zu gesellschaftlich verantwortlichem Handeln bei der Anwendung und Weiterentwicklung von Forschungsergebnissen im Hinblick auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen befähigt sind.

Masterarbeit
Nach erfolgreichem Abschluss aller Module des Studiengangs bildet die Masterarbeit den letzten Teil Ihrer Masterprüfung. Sie ist zugleich Teil Ihrer wissenschaftlichen Ausbildung. In ihr sollen Sie zeigen, dass Sie in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine  Problemstellung aus dem Masterstudiengang  „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften” selbständig mit wissenschaft-lichen Methoden zu bearbeiten.

Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

An anderen Hochschulen erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen werden vom Prüfungsausschuss der Fakultät angerechnet, wenn sie den in der Prüfungsordnung für das Masterstudium „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ an der TU Berlin geforderten Leistungen gleichwertig sind. Informationen erhalten Sie beim Prüfungsausschuss der Fakultät I.

Studienberatung und Mentorensystem

Zu Beginn des Studiums ist die Teilnahme an einer Studienfachberatung für das Masterstudium „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ obligatorisch. Sie wird durch eine Bescheinigung bestätigt, die Sie bei der Anmeldung zur Masterprüfung vorlegen müssen. Darüber hinaus müssen Sie einmal im Semester bei einer/einem Lehrenden des Masterstudiengangs an einem Mentorenge­spräch über Studienerfahrungen, Studienverlauf, -erfolg und -planung teilnehmen. Aufgabe der Mentorinnen und Mentoren ist es, Ihnen Unterstützung bei der Organisa­tion Ihres Studiums, Feedback auf Ihre Studien- und Prüfungsleistungen und Hilfestellung bei der Lö­sung von Studienproblemen zu geben sowie Bera­tung zur berufsorientierten Profilierung anzubieten.

Studien- und Prüfungsordnung

Genaue Vorschriften und Informationen zu Studienzielen, -inhalten und -verlauf, zu Pflicht-, Wahlpflicht und Wahlmodulen,  Modulprüfungen und Form der Prüfungen finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung für das Masterstudium  „Philosophie des Wissens und der Wissenschaften“ an der TU Berlin. Sie erhalten die Ordnung beim Prüfungsbüro oder bei der Studienfachberatung.

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Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung

Link zur Zugangs- und Zulassungsordnung  (PDF, 720,3 KB)
 
für den Master Philosophie des Wissens und der Wissenschaften
 
 
 
Der Masterstudiengang Philosophie des Wissens und der Wissenschaften ist zur 
Zeit nicht zulassungsbeschränkt (kein NC). Es gelten aber die in der Zulassungsordnung 
festgelegten Zulassungsvoraussetzungen. 
Wichtige Links für die Bewerbung finden Sie hier.

 

 
 

Forschung und Lehre

Lehre und Forschung werden am Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte vom Fachgebiet Philosophie in folgenden Bereichen durchgeführt:

Prof. Dr. Günter Abel


Forschungsschwerpunkte:        

  • Sprachphilosophie
  • Philosophie des Geistes
  • Epistemologie / Erkenntnistheorie
  • Allgemeine Zeichen- und Interpretationsphilosophie
  • Wissensforschung


Schwerpunkte in der Lehre:

  • Probleme und Perspektiven der Gegenwartsphilosophie
  • Formen und Dynamiken des Wissens
  • Sprach- und Zeichenphilosophie / Symboltheorie
  • Philosophie des Geistes
  • Erkenntnistheorie
  • Philosophie des 20. und des 19. Jahrhunderts


Prof. Dr. Thomas Gil

Forschungsschwerpunkte:        

  • Wissenschaft und Aufklärung
  • Technikbewertung
  • Argumentationstheorie


Schwerpunkte in der Lehre:

  • Handlungs- und Rationalitätstheorie
  • Wissenschafts- und Technikphilosophie
  • Ethik und Politische Theorie

Zusatzinformationen / Extras

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