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VL: Der menschliche Körper in der Literatur- und Kulturgeschichte* **
Prof. Dr. Antje Wittstock, Prof. Dr. Lydia Bauer
Di 10-12 Uhr
Raum: EB 107
Beginn: 12.04.
Der Beschreibung des menschlichen Körpers kommt in der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte eine wichtige Funktion zu. Die Beschäftigung mit dem Körper in den Künsten hat nicht nur mit wechselnden ästhetischen Präferenzen und Prinzipien, sondern auch und vor allem mit Machtstrukturen zu tun. Die Vorlesung wird sich mit Formen der Körperdarstellung und -wahrnehmung in der deutschen und französischen Literaturgeschichte beschäftigen. Fragen nach Perfektion, Tabu und Krankheit werden ebenso im Mittelpunkt stehen wie die Darstellung von Körperlandschaften, Metamorphosen, Neuschöpfungen sowie
die mannigfachen Beziehungen zwischen Körper und Text.
* Die Vorlesung ist anrechenbar für die auslaufenden Magister- und Lehramtsstudiengänge der Deutschen Philologie, vergleichenden Literaturwissenschaft oder Französischen Philologie
** auch für BA (BA-KulT IS 3, IS 4) und MA GKWT (MA-GKWT 1/2)
VL/PS/HS: Einführung in die Dramen Shakespeares**
Prof. Dr. Armin Geraths
Di 14 - 16 Uhr
Raum: H 0111
Beginn:.12.4.
Die Lehrveranstaltung besteht aus der traditionellen Vorlesung mit eingelagerten Übungsanteilen etwa im zeitlichen Verhältnis 2:1. Sie soll Studienanfänger (doch segmentweise auch Fortgeschrittenen) einen Überblick über die Dramen Shakespeares und ihre Rezeption, ihre szenische (mediale) Umsetzung und ihren zeitgenössischen Kontext vermitteln. Bei der Fülle des Materials wird die Konzentration auf die wichtigsten, inzwischen international kanonisierten Stücke sowie das Spektrum anerkannter sowie umstrittener Deutungsweisen vonnöten sein. Die vier großen Tragödien sowie einige (Tragi-)Komödien, soweit sie bis heute den Spielplan beherrschen, werden genauer zu analysieren sein. Ein zentraler Schwerpunkt liegt bei den politischen Stücken, besonders der Lancaster-Tetralogie, dem Gattungsunikum Troilus and Cressida und Coriolanus (Brecht-Variante).
Da die Veranstaltung partiell als Seminar durchgeführt wird und dem Erwerb von Scheinen, groß oder klein, dienen soll, bietet es sich an, das endgültige Semesterprogramm von Zahl und Interessen der Teilnehmer abhängig zu machen. Die vorhandenen Kenntnisse sowie die angestrebten Qualifikationsnachweise werden eingangs zu erkunden sein. Das endgültige Lehrprogramm wird mit den Teilnehmern abgesprochen und spätestens zur 3. Sitzung in Angriff genommen. Im kurzen Sommersemester ist dabei die Kunst des Weglassens von besonderer Bedeutung.
Eine Mindestteilnehmerzahl von 12 Interessenten wird vorausgesetzt, damit die Lehrveranstaltung sinnvoll durchgeführt werden kann und nicht gestrichen werden muss.
UNVERBINDLICHE Anmeldung erbeten bis 5. April 2011 an armin.geraths[at]berlin.de
Hier wäre der Zeitpunkt, wo man sich eine der preisgünstigen EINBÄNDIGEN Shakespeare-Gesamtausgaben (z.B. Alexander, Globe) zulegt, was mit den second-hand-Angeboten via Amazon leicht zu bewerkstelligen ist.
Bibliographien und relevantes Textmaterial sowie jeweils aktualisierte Zusatzinformationen werden rechtzeitig ins Netz gestellt.
** auch für BA (BA-Kult IS 4)
VL/PS/HS: Europäischer Humanismus und deutsche Sprache und Literatur * **
Prof. Dr. Rudolf Bentzinger
Do 18-20 Uhr
Raum: H 2051
Beginn: 14.4.
Der Humanismus als spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Strömung in mehreren europäischen Ländern richtete bei aller Hinwendung zur griechisch-lateinischen Antike den Blick auf die Volkssprachen. Bei der Betrachtung der Leistung für Pflege und Weiterentwicklung der deutschen Sprache und Literatur wird einerseits auf die Vorbildwirkung des Lateins, andererseits auf die Bemühung um die Weiterentwicklung des Deutschen hingewiesen. Es kommen also lateinische Einflüsse auf das Deutsche zur Sprache, vor allem wenn ein Schriftsteller sein eigenes Werk ins Deutsche übersetzt hat, Schwerpunkt wird aber die Weiterentwicklung deutscher Sprache und Literatur selbst sein. Die Förderung der Prosaliteratur und ihre Verwendung in volkstümlichen Gattungen (Facetien, Fabeln, Sprichwörtersammlungen) werden ebenso dargestellt wie der Einsatz sprachlicher Mittel bei Belehrung und Polemik. Auch die mittelalterlichen Traditionen, auf denen die Literatur des Humanismus beruht, werden untersucht, ebenso die Auswirkungen des Humanismus auf die Reformation. Texte des Frühhumanismus (Ackermann aus Böhmen, Heinrich von Mügeln u.a.), des schwäbischen und elsässischen Humanismus (Niclas von Wyle, Albrecht von Eyb, Sebastian Brant u.a.), von Ulrich von Hutten werden interpretiert, desgleichen werden die im 16. Jahrhundert umfangreich rezipierten ins Deutsche übersetzten Erasmus-Schriften dargestellt.
Texte als Kopiervorlage stehen rechtzeitig im Sekretariat H 2049 und in der UB zur Verfügung.
Einführende Literatur:
Deutscher Humanismus 1480 - 1520. Verfasserlexikon. Hg. v. Franz Josef Worstbrock. Bd. 1f. Berlin/New York 2008ff.
Hans Eggers: Deutsche Sprachgeschichte. Bde. 1 und 2 (re 425, 426). Reinbek bei Hamburg 1986.
Joachim Knape: Das Deutsch der Humanisten. In: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Hg. v. Werner Besch, Anne Betten, Oskar Reichmann, Stefan Sonderegger. 2. Teilband. Berlin/New York 2000, S. 1673-1681
Geschichte der deutschen Literatur von der Anfängen bis zur Gegenwart. Begründet von Helmut de Boor und Richard Newald, Bd. IV/1: Hans Rupprich: Vom späten Mittelalter bis zum Barock. Erster Teil. München 1994.
Thomas Cramer: Geschichte der deutschen Literatur im späten Mittelalter (dtv 4553). München 2000.
Joachim Heinzle / L.P. Johnson/Gisele Vollmann-Profe (Hgg.): Literatur im Umkreis des Prager Hofs der Luxemburger (Wolfram-Studien XIII). Berlin 1994.
Anrechenbar entweder für die Ältere Deutsche Philologie oder die Neuere Deutsche Philologie
* anrechenbar für den Studiengang Vergleichende Literaturwissenschaft
** auch für BA (BA-Kult IS 4)