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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen WiSe 2012/2013

Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann

Vorlesung

Source Code. Kulturen des Wissens zwischen Sprachlichkeit und Technizität

LV-Nr.: 3131 L 002

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Do 18 - 20 Uhr; Raum: H 2053
Beginn: 25.10.2012

Die Wissensforschung ist für die Geistes- und Kulturwissenschaften in den letzten Jahren zu einem wichtigen interdisziplinären Arbeitsgebiet geworden. Sie wendet sich den Ordnungen und der Medialität des Wissens in historischer Perspektive zu, beschreibt damit aber immer auch die Wissenskultur der Gegenwart. Die vom Fachgebiet Literaturwissenschaft der TU Berlin veranstaltete Ringvorlesung will einen Einblick in diese Diskussionen geben, indem sie das in der Geschichte des Wissens sich wandelnde Verhältnis von Sprachlichkeit und Technizität beleuchtet. Damit wird ein Themenfeld aufgespannt, das die Techniken der Rhetorik und des Erzählens ebenso umfasst wie die Techniken statistischer Datenverarbeitung und die experimentelle Erforschung der menschlichen Sprache ebenso wie die künstlichen Sprachen der Maschinenprogrammierung - Weitere Informationen zu den Gästen, Vortragsthemen und Terminen im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

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Seminare

HS Simulation und Hyperrealität

LV-Nr.: 3131 L 014

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3,

Di 12 - 14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.10.2012

"Heute, wo das Reale und das Imaginäre zu einer gemeinsamen operationalen Totalität verschmolzen sind, herrscht die ästhetische Faszination überall: es ist die unterschwellige Wahrnehmung (eine Art sechster Sinn) des Tricks, der Montage, des Szenarios, von der Überbelichtung der Realität bis zum Ausleuchten der Modelle - kein Produktionsraum mehr, sondern ein Band, das gelesen, codiert und decodiert wird, ein Magnetband aus Zeichen (...) Eine Art von unfreiwilliger Immanenz überlagert alles, eine taktische Simulation, ein unentwirrbares Spiel, mit dem sich ein ästhetischer Genuß verbindet, der Genuß an der Lektüre und den Spielregeln." (Jean Baudrillard: "Der symbolische Tausch und der Tod", 1976) In einer Auseinandersetzung mit den zeichentheoretischen Thesen Jean Baudrillards wird das Seminar den Begriff der Simulation als Grenzbegriff zwischen Ästhetik und Epistemologie in den Blick nehmen. Dabei werden auch Beispiele aus Literatur-, Kunst- und Mediengeschichte einbezogen, um an ihnen die zuvor erarbeiteten Begriffe analytisch zu erproben. 

- weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

 

PS/HS Gottfried Benns Biopoetik

LV-Nr.: 3131 L 013

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mo 14 – 16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 15.10.2012

Als der Arzt Gottfried Benn im Jahr 1912 als expressionistischer Lyriker an die Öffentlichkeit trat, wiesen die Gedichte enge Bezüge zu seiner Tätigkeit als Pathologe auf. Später sind es dann Neurophysiologie oder Evolutionsbiologie, auf die die literarischen Texte zugreifen. Das Seminar wird diesen Affinitäten von Literatur und Wissenschaft bei Benn nachgehen und danach fragen, inwieweit sie über das bloß Motivische hinausgehen und seine poetologischen Verfahren betreffen. Dabei werden unter anderem Techniken der Rauscherzeugung eine Rolle spielen. Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: Gunnar Decker: Gottfried Benn. Genie und Barbar. Biographie. Berlin: Aufbau Verlag 2008. 

 

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Forschungskolloquium

Literatur und Wissenschaft

LV-Nr.: 3131 L 012

MA-GKWT 5/3

Mo 18-20 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 15.10.2012

(Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung: )

Das Forschungskolloquium dient der gemeinsamen Diskussion einschlägiger Texte aus dem Bereich der kulturwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung sowie der Präsentation entstehender Masterarbeiten und Dissertationen.

 

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Lehrveranstaltungen Dr. Christina Vagt

Seminare

Essayfilm

LV-Nr.: 3131 L 030

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 4

Fr 14 - 18 Uhr; Raum:  H 2051
Beginn: 07.12.2012

Das Seminar fragt anhand von Film- und Textmaterial, inwiefern es sich beim Essayfilm weniger um ein eigenständiges Filmgenre handelt als vielmehr um filmisches Erzählen, das sich durch einen hohen Grad an Selbstreflexion auszeichnet. Ähnlich wie der literarische und der philosophische Essay führt auch der filmische Essay häufig eine explizite Auseinandersetzung mit Schreib- und Lektüreverfahren, aber auch mit dem Verhältnis von Bild, Schrift und Ton, und handelt im eigentlichen Sinne vom »Sichtbaren und Sagbaren« (Gilles Deleuze).

Das Seminar findet ab dem 07. Dezember 2012 wöchentlich in Form von Doppelsitzungen statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung via Email an christina.vagt[at]tu-berlin.de bis zum 01.11.2012.

Das Seminar ist Teil des literaturwissenschaftlichen Semesterschwerpunktes "Essay"

 

Nordamerikanische Medientheorien

LV-Nr.: 3131 L 035

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3,

Do 14 - 18 Uhr; Raum:  H 2051
Beginn: 06.12.2012

wöchentlich ab 06. Dezember 2012

[Anmeldung bis zum 01.11.2012]

 

Das Seminar beschäftigt sich diskursanalytisch mit nordamerikanischen Theorien zwischen 1930 und 1970, die sich explizit mit den technologischen Bedingungen von Wissen und Kultur beschäftigen.

Neben der intensiven Lektüre einzelner Positionen wie z.B. von Lewis Mumford, Harold Innis, Marshall McLuhan, Norbert Wiener, Buckminster Fuller u.a. steht die Frage nach spezifischen Dispositiven dieses Diskurses im Vordergrund. Welche Rolle spielen hierbei Bildungsinstitutionen, geopolitische Überlegungen und Wirtschaftssysteme? Inwiefern bildet Medientheorie in Amerika eine nicht institutionalisierte, »parasitäre« (Michel Serres), dritte Wissenskultur?

 

Das Seminar findet an dem 06. Dezember 2012 wöchentlich in Form von Doppelsitzungen statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine schriftliche Anmeldung via Email an christina.vagt[at]tu-berlin.de bis zum 01.11.2012.

 

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Lehrveranstaltungen Dr. Jeannie Moser

Seminare

Wissenspoetik (Einführung)

LV-Nr.: 3131 L 027

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2

Di 10-12 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.10.2012

Das Seminar bietet eine methodische und theoretische Einführung in das Forschungsfeld der Wissenspoetik, das auf der Überzeugung gründet, dass Wissen und seine Artikulation auf eine überaus signifikante Weise miteinander verkoppelt sind. Formen sprachlich-symbolischer Repräsentation und Verfahren narrativer Gestaltung bringen natürliche, künstliche, soziale wie politische Phänomene, auf die sich Erkenntnisinteresse richtet, mit hervor, verleihen ihnen Stabilität und legitimieren sie bisweilen. In Prozessen der Wissensbildung selbst lassen sich wiederum ästhetische Figuren und rhetorische Strukturen erkennen. Unter einer wissenspoetischen Perspektive erscheinen Literatur und Wissenschaft nicht als verfeindete Antagonisten, sondern als komplementäre, auf einander angewiesene Verbündete.

 

Essayistisches Schreiben im Rausch

LV-Nr.: 3131 L 028

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 14-16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.10.2012

Die Forschung mit psychotropen Substanzen drängt dazu, von der Wissenschaft privilegierte Darstellungstechniken und -medien zu verlassen. Aus der Stenographie chemischer Formeln oder im Stakkato wissenschaftlicher Rede ist das Besondere eines drogistischen Selbst-/Experiments nicht hervorzuholen. Die Grenzen von Diskurskonventionen werden überschritten, um subjektive Erfahrungen in haltbares Tatsachenwissen zu verwandeln. Konfrontiert mit Sprachausfall und Begriffsnot angesichts der Rauschphänomene sucht man zudem die Allianz mit der Literatur. Kurioserweise sind die von Drogenforschern geadelten literarischen Drogentexte größtenteils Essays – und damit selbst einem Genre an den Rändern von literarischem und wissenschaftlichem Schreiben zugehörig. Das Seminar untersucht den Essay als eine Textform, in der sich Literatur und Wissenschaft gleichermaßen artikulieren können.

Das Seminar ist Teil des literaturwissenschaftlichen Semesterschwerpunktes "Essay".

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Lehrveranstaltungen Julian Furrer M. A.

Seminar

PS/HS Things that talk. Wissenshistorische Sammlungen in Berlin

LV-Nr.: 3131 L 029

BA-Kult IS 4, MA-GKWT 4

Di 16 - 18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.10.2012

Sammlungen von Objekten sind wesentliche Bestandteile der materiellen Wissenskultur, denen seit einiger Zeit verstärktes Interesse seitens der Forschung entgegengebracht wird. Ebenso wie etwa Archiv, Labor oder Werkstatt wurden und werden Sammlungen, die lange im Verborgenen schlummerten, als Orte der Wissensgenerierung entdeckt. Die zusammengetragenen Dinge - verzeichnet, in Serien und Reihen geordnet, in speziellen Behältnissen aufbewahrt und zur Schau gestellt - sind selber Agenten eines Wissens, das an und mit ihnen Ordnungen, Systematiken, Klassifikationen oder Taxonomien entwickelt.

Das Seminar widmet sich seinem Gegenstand aus einer historischen und theoretischen Perspektive, wobei wir die Arbeit am Text mit Besuchen ausgewählter wissenshistorischer Sammlungen in Berlin verknüpfen werden.

Weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

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Lehrveranstaltungen Dr. Mai Wegener

Seminar

PS/HS Einführung in Lacans Diskursmatheme

LV-Nr.: 3131 L 034

BA-Kult IS 4, MA-GKWT 4

Mi 16 - 18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 17.10.2012

Unter den verschiedenen Versuchen in Frankreich in den 1960/70er Jahren eine Theorie des Diskurses aufzustellen, sticht der Ansatz des Psychoanalytikers Jacques Lacan durch seine Formelhaftigkeit hervor. Diskursmatheme heißen daher die vier Schemata, die Lacan auf Basis seiner grundlegenden Theoreme konstruiert hat: den Diskurs des Herren, der Universität, der Hysterikerin und des Analytikers. Ihr Nachvollzug erfordert einige theoretische Anstrengung. Diese wird allerdings gelohnt durch die Perspektiven und Analysemöglichkeiten, die die Diskursmatheme auf verschiedene Institutionen unsere Kultur –  nicht zuletzt das mächtige 'Redegebäude' der Universität selbst – eröffnen.

Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft zur intensiven Lektüre ausgewählter Texte Lacans.

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