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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen SoSe 2014

Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann

Vorlesung

Die "Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften"

LV-Nr.:  3131 L 001

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Do 18 - 20 Uhr; Raum: H 1012
Beginn: 24.04.2014

Ausgehend von dem 1980 erschienenen und von Friedrich Kittler herausgegebenen Sammelband "Austreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften" verfolgt die Vorlesung die geisteswissenschaftliche Rezeption von Claude E. Shannons Informationstheorie seit den 1950er Jahren. Dabei soll deutlich gemacht werden, in welchem Maße sich auch die Hinwendung zu kulturwissenschaftlichen Ansätzen im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte diesem Theorieimport verdankt. Neben Friedrich Kittler wird die Vorlesung sich vor allem den Schriften von Max Bense, Jacques Lacan und Roland Barthes widmen.

Seminare

Friedrich Nietzsche: "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik"

LV-Nr.: 3131 L 013

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34

Mo 14-16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 14.04.2014

Seine 1872 erschienene Tragödienschrift besiegelte das Ende von Nietzsches Laufbahn als Universitätsprofessor und bildet zugleich eine der maßgeblichen Programmschriften moderner Ästhetik. Orientiert an Richard Wagners Musikdrama wird hier eine tragische Kunstauffassung entwickelt, die alle künstlerische Form in Spannung zu einer unergründlichen Physis setzt. Das Seminar wird sich zunächst der Frage stellen, mit welchem neuen Wissen Nietzsche hier die Ästhetik verknüpft, um sich anschließend den Folgen dieses Zugs insbesondere für Tanz und Theater in der Zeit um 1900 zu widmen.  

Textgrundlage: Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Tragödie, Stuttgart: Reclam, 2007 (4,80 €). 

 

Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"

LV-Nr.: 3131 L 014

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Di 12-14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 22.04.2014

Walter Benjamins im Pariser Exil Mitte der 1930er Jahre entstandener "Kunstwerk"-Aufsatz unternimmt es, das begriffliche Instrumentarium von Kunsttheorie und Ästhetik vor dem Hintergrund neuer technischer Entwicklungen zu überprüfen, um zugleich einen Neuentwurf zu wagen. Das Seminar wird Benjamins Vorgehensweise in einer genauen Lektüre nachzeichnen und den Text dabei vor allem medien- und wissenshistorisch situieren. Daran anschließend soll der Frage nachgegangen werden, welche Aktualität diesem ganz auf Aktualität setzenden Text in der heutigen Situation zukommt. 

Textgrundlage: Walter Benjamin: Das Kunstwerk in Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Studienbibliothek), 2007 (10,00 €). 

Forschungskolloquium

Kulturen des Wissens

LV-Nr.: 3131 L 012

MA-GKWT 5/3

Mo 18-20 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 14.04.2014

(Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung: )

Im Forschungskolloquium werden die im Schwerpunkt "Literatur und Wissenschaft" entstehenden Master-Arbeiten vorgestellt. Begleitend dazu werden aktuelle Forschungsfragen diskutiert.

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Lehrveranstaltungen Dr. Christina Vagt

Seminare

Kulturwissenschaftliche Positionen (Einführung)

LV-Nr.: 3131 L 035

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34

Mo 16 – 18 Uhr, Raum: H 2051
Beginn: 21.04.2014

Das Seminar bietet eine Einführung in die wichtigsten Methoden und Theorien der Kulturwissenschaften. Das interdisziplinäre Forschungsfeld, aufs Engste mit Geschichte und Gegenwart der Literaturwissenschaft verknüpft, soll aus der Perspektive verschiedener Autorinnen und Autoren wie Sigmund Freud, Jacques Lacan, Michel Foucault, Michel Serres, Gaston Bachelard, Martin Heidegger, Walter Benjamin, Marshall McLuhan, Donna Haraway, Friedrich Kittler, Bruno Latour u.a. erschlossen werden. 

 

Die zweite Welle der Kybernetik: Information. System. Organismus.

LV-Nr.: 3131 L 036

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Di 14 – 18 Uhr, 14-tägig, Raum: E 124
Beginn: 22.04.2014

Kybernetik avancierte in den 1960er und 1970er Jahren sowohl in den USA und West-Europa, als auch in den sozialistischen Staaten von einer Kommunikations- und Regelungstheorie zu einer fast alle Wissensbereiche durchdringenden Leitwissenschaft. Den Prinzipien der Rückkopplung und Rekursion folgend entwickelte sich ein Denken, das zentrale Diskurse der Geistes- und Naturwissenschaften nachhaltig beeinflusste.

Das Seminar begibt sich aus der doppelten und transdisziplinären Perspektive der Mathematik und Kulturwissenschaft an diesen historischen Ort. Entlang der Begriffe Information, System und Organismus werden Primärquellen auf ihre epistemologischen Voraussetzungen und ihre historische Einbettung untersucht. Insbesondere werden geopolitische Verschränkungen von West und Ost und die Mathematisierung lebens- und geisteswissenschaftlicher Diskurse thematisiert.

Studierende der Natur- und Geisteswissenschaften können am Beispiel lernen, dass unter dem Begriff des ,Systems‘ recht unterschiedliche Auffassungen und Politiken von Raum und Räumlichkeit versammelt werden, dass Informations- und Datenverarbeitung nicht notwendigerweise dasselbe ist, und dass sich die Vorstellungen und Modelle von Organismus und Computer wechselseitig bedingen.

Dabei geht es um ein besseres Verständnis für die Geschichte und Genese der eigenen Wissenskultur und um den Versuch, die Übersetzung zwischen unterschiedlichen Sprech- und Schreibweisen zu üben, die das kybernetischen Denken hervorgebracht hat bzw. haben.

Erwartet werden regelmäßige Präsenz, gründliche Vorbereitung der Texte und die Übernahme eines Referates. Die schriftlichen Leistungen folgen den jeweiligen Modulanforderungen

Dieses Seminar wird zusammen mit Marc-Robin Wendt gehalten.

Lehrveranstaltungen Dr. Jeannie Moser

Seminare

Heinrich von Kleists literarische Laboratorien

LV-Nr.: 3131 L 027

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Do 10-12 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 24.04.2014

Von ihm selbst als solche zwar nie benannt, sind Heinrich von Kleists Texte als Erzähl-experimente, als literarische Versuchsanordnungen, als imaginative oder fiktive in vivo-Labors gelesen worden. Sie prozessieren anthropologische und epistemologische, soziale, juridische und politische, theologische oder moralische – nicht zuletzt aber immer auch ästhetische und poetologische Fragen. Einem gut funktionierendem Experimentalsystem gleich setzen sie Rahmenbedingungen für deren Bearbeitung, geben aber keine endgültigen Antworten. In ihrer fragmentarischen und meist unzuverlässigen Erzählweise, in ihrer radikal sperrigen, rätselhaften und buchstäblich merkwürdigen Sprache erproben sie Welten, bleiben in ihren Ergebnissen aber offen – und führen an die Grenzen von Ordnungen, von Gewissheiten  und vermeintlich sicheren Wahrheiten.

 

Zu leben wissen | Verhaltens- und Umgangslehren als Leitfäden der klugen Lebensführung

LV-Nr.: 3131 L 028

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34

Do 14-16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 24.04.2014

 „Und zu leben verstehen, ist heutzutage das wahre Wissen“  – so lautet eine der Maximen, die der Jesuitenpater Balthasar Gracián in Handorakel und Kunst der Weltklugheit von 1647 niedergelegt hat. Es handelt sich um 300 kommentierte Aphorismen, die Instruktionen zum Überleben geben in einer komplexen, krisenhaften und feindseligen, extrem konkurrenten, ganz und gar nicht vertrauensvollen Welt. Es ist eine Welt, in der Täuschung Kunst und die Kunst Täuschung ist. Die Verhaltensregeln sich selbst und anderen gegenüber aus Adolph Freiherr Knigges Über den Umgang mit Menschen von 1796 wiederum zielen auf eine ideale, fast schon utopische Gesellschaft. Immanuel Kants zwei Jahre später herausgegebene Anthropologie in pragmatischer Hinsicht bereitet auf ein tätiges Leben in der Gesellschaft vor, soll Orientierung im sozialen Umgang vermitteln und weist in bevorstehende Welterfahrung ein. Das Seminar befragt Funktionalitäten, die in diesen Lehren der klugen Selbstregierung und Verhaltenskontrolle zentral sind: Misstrauen und Skepsis, Gefahrensinn, Vorausschau und Ahnungsvermögen, Kalkül, Taktik und List.

Lehrveranstaltungen Boris Gösl

Seminar

Mühseligkeiten/Kostspieligkeiten: Ästhetik und Poetik des Aufwandes, des Umweges und der Verausgabung in Kunst und Literatur

LV-Nr.: 3131 L 030

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Mi 12-14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2014

In diesem Seminar sollen Theorien und Poetiken der ‚asymmetrischen‘ Kapazitätsrelationen von Produktion und Rezeption ästhetischer Werke im Hinblick auf die ihnen innewohnenden (oder zugeschriebenen?) Dimensionen des ‚Kostspieligen‘, mühsam Hergestellten oder Selbst-Verausgabenden diskutiert werden. Unter diesem Gesichtspunkt sollen beispielsweise Günther Anders‘ These von der konstitutiven ‚Umwegigkeit‘ kultureller Systeme oder Georges Batailles Philosophie der Verausgabung erörtert werden.

Besonders anschaulich hat schon Paul Valéry in einer impliziten Poetik die Beobachtung eines hohen Grades an Investition von akkumulierten, demonstrativ nicht gescheuten ‚Kosten und Mühen‘ in ästhetischen Produkten formuliert:

„Da die Spuren der Anstrengung, die wiederholten Bearbeitungen, die quälenden Zweifel, die viele aufgewandte Zeit, die schlechten Tage und die Stunden des Überdrusses verschwunden sind, ausgelöscht durch die letzte Hand, die der Geist an sein Werk anlegte, werden manche, die nur die Vollkommenheit des Ergebnisses betrachten, es so ansehen, als wäre es einer Art Wunder zu verdanken, das sie Inspiration nennen“ (Valéry: „Dichtkunst und abstraktes Denken“ 1939).

Auch aktuelle Debatten, wie etwa die Frage nach der Übertragbarkeit der aus evolutionsbiologischen Beobachtungen von Zahavi & Zahavi (1975) stammenden ‚Theorie kostspieliger Signale‘ sollen in diesem ästhetischen und literaturwissenschaftlichen Zusammenhang neu überdacht werden: Eckhart Voland etwa setzt voraus, dass ästhetische Erzeugnisse zunächst stets Resultate eines ‚making special‘ (Abweichungsästhetik) sind. Für entscheidender hält Voland dabei allerdings v.a. die Erkenntnis, dass die Gestalter ästhetischer Artefakte hierfür „Zeit, Energie und Ressourcen“ aufwenden, bzw. sogar demonstrativ verschwenden, „nur um die Dinge um sich herum anders als gewöhnlich erscheinen zu lassen“. Weiter schränkt Voland ein, dass erst „wenn das making special einigen kostspieligen Aufwand erfordert“ es auch eine Chance hat „das Attribut ‚schön‘ verliehen zu bekommen.“ Voland pointiert das so: „unsere ästhetischen Algorithmen flüstern uns: Was billig herzustellen ist, kann nicht schön sein“ (Voland 2005).

Auch in Bezug auf das weitere Feld der Medien lassen sich dann solche Beobachtungen einer verdichteten ‚Investition‘ nachvollziehen. So versucht etwa Hartmut Winkler das Phänomen (kollektiver) medialer Verdichtung am Beispiel etwa von Spielfilm und Computerspiel, als den „einzigen Texte[n], in die Millionen investiert werden und die in 90 Minuten konsumiert werden können“, theoretisch zu fassen: „Das Produkt ist das Nadelöhr, durch das die gesamte Anstrengung hindurchmuss“ (Winkler 2008).

Umgekehrt sollen in unserem Seminar allerdings auch die (historischen) Erklärungsversuche von ästhetisches Gefallen auslösenden ‚Mühen‘ bei der Rezeption von Kunstwerken im paradoxen Sinne ‚schöner Strapazen‘ kritisch analysiert werden: als gedankliche Schnittstelle hilft hier z.B. Vukovichs Interpretation von Birkhoffs ‚ästhetischem Maß‘, als dem „Verhältnis zwischen dem Vergnügen an der wahrgenommenen Ordnung und dem Missvergnügen an der für dieses Wahrnehmen nötigen Strapaze“ (1972).

Lehrveranstaltungen Frauke Fitzner

Seminar

PS/HS  Der Phonograph in Literatur und Wissenschaft

LV-Nr.: 3131 L 033

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34, BA-KuLT IS 4

Mi 10 - 12 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2014

Der Phonograph, 1877 erfunden und zum Patent angemeldet, ermöglichte erstmals die technische Aufnahme, Speicherung und Reproduktion von Klang in einem einzigen Gerät. Dadurch erhielten verschiedene wissenschaftliche Disziplinen neue Zugänge zu ihren Forschungsobjekten. Zugleich wurden die Möglichkeiten der neuen Medientechnik in literarischen Texten reflektiert. Nicht zuletzt aufgrund des – auch juristisch diskutierten – Status der phonographischen Spur als einer Schrift, bot der Phonograph auch einen Ausgangspunkt für poetologische Entwürfe. Ausgehend von den Zusammenhängen zwischen Medien und Wahrnehmung, wie sie Friedrich Kittler beschrieben hat, werden in diesem Seminar literarische (Jean-Marie Guyau, Rainer Maria Rilke, Salomon Friedlaender, Auguste Villiers de I´Isle-Adam, Maurice Renard) und wissenschaftliche Texte (aus Musikethnologie, Sprachwissenschaft und Stimmphysiologie) gelesen. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie in diesen Texten jeweils die Potenziale des Phonographen verhandelt werden und wie dabei wissenschaftliche und ästhetische Aspekte in Wechselbeziehung stehen. Neben dieser Arbeit an Texten wird im Seminar auch die Frage behandelt werden, wie die heutige Forschung mit Phonogrammen als kulturhistorischen Quellen umgehen kann. Geplant ist eine Exkursion zum Berliner Phonogramm-Archiv.

Lehrveranstaltungen Dan Poston

Seminar

Performative Knowledge and Philosophy

LV-Nr.: 3131 L 034

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34

Mi 16-18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2014

The seminar will be held in English!

Objectives of the course:

  1. To introduce students to the New York School of Performance Studies and the late-20th century “turn” in intellectual discussion of human relations and politics towards an idea of the “performative”
  2. To investigate the notion and some performative examples of a “turn” in philosophical discourse in general
  3. To discover what advantages a framework of analysis centered on performance lends to us in terms of philosophical inquiry, and to consider potential resolutions to the dialectic between performative knowledge and philosophical inquiry

Weekly Reading: ca. 15 pages

Lehrveranstaltung Prof. Dr. Katja Rothe

Seminar

Neue Ökologien. Ökologisches Denken in Kunst und Philosophie

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT FP 34

Blockseminar, Raum: UdK Bundesallee 1-12, 4a
Zeitraum: 16.06.2014 - 18.06.2014

Das Ökologische ist kein Außenseiterdiskurs mehr. Im Gegenteil: Angesichts der Beachtung des Ökologischen in weiten gesellschaftlichen Bereichen kann man sogar von einem „ökologischen Paradigma“ (Hörl 2013) sprechen. Ob in der Urban Gardening-Bewegung, in den sogenannten Making- und Sharing Cultures, aber auch in den Abteilungen für "Corporate Responsibility" vieler großer Firmen und in den 'grünen' Technikwissenschaften, in der Philosophie und in der Politik spielen Begriffe wie Nachhaltigkeit, Verantwortung, Ressourcen, Sauberkeit eine zentrale Rolle.
Im Seminar wird den verschiedenen gegenwärtigen Konzepten des Ökologischen in der Philosophie (Guatarri 1989, Massumi 2009, Nancy 2012, Hörl 2013) und in der Kunst (Land und Environmental Art, Natur Kunst, Site Specific Performances, Animal Art usw.) nachgegangen. Es werden die Wurzeln des „ökologischen Paradigmas“ in der Systemtheorie und der Kybernetik ebenso thematisiert wie sein Bezug zur Designtheorie und –praxis (Mareis/ Joost/ Kimpel 2010), die Verbindungen zu Bruno Latours politischer Ökologie (2002) und Isabelle Stengers Ökologie der Praktiken (2005) ebenso wie die Ökologie der Materialien von Tim Ingold (2000, 2011). Dabei diskutieren wir die oftmals harten Auseinandersetzungen der Künste mit den ökologischen Bewegungen und deren Kunstverständnis: Wie ist das Verhältnis von Ökologie und Ästhetik zu beschreiben?

Es wird um Anmeldung gebeten unter: katja.rothe(at)udk-berlin.de

Lehrveranstaltung Prof. Dr. Roland Posner

Seminar

Selbstdarstellung im Diskurs  

LV-Nr.:  3135 L 276

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT FP 33, MA-GKWT 34

Do 10-12 Uhr ; Raum: FH 314
Beginn:  17.04.2014

Die üblichen Anwendungen der Semiotik in der Kulturanalyse modellieren den Menschen als Zeichenbenutzer (der Kultur schafft, indem er Zeichen produziert und rezipiert) und Kultur als System von konventionellen Kodes (die diese Zeichen verständlich machen). Diesem Ansatz steht die biblische Auffassung vom Menschen als Zeichen Gottes gegenüber.

Das Seminar unternimmt eine vergleichende Analyse des Erklärungswerts dieser Hypothesen mit Bezug auf Peirce, de Saussure, Cassirer, Barthes u.a. und legt dabei empirische Untersuchungen der Funktionsweise von Diskursen menschlicher Selbstdarstellung in Unterricht, Schauspiel, Politik, Gottesdienst und Mensch-Maschine-Kommunikation zugrunde.

Literatur zur Einführung:

Zeitschrift für Semiotik. Band 16, 3-4 (1994)
Semiotica. Band 128, 3-4 (2002)

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