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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen SoSe 2013

Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann

Vorlesung

Computer_Kunst

LV-Nr.: 3131 L 001

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Do 18 - 20 Uhr; Raum: H 2053
Beginn: 18.04.2013

Nach ihrer Erfindung in den 1940er Jahren waren Computer zunächst monströse, zimmergroße Rechenmaschinen. Die Ein- und Ausgabe von numerischen Daten erfolgte über Lochkarten und Fernschreiber. Als im Laufe der fünfziger Jahre die nicht-numerische Informationsverarbeitung mehr und mehr an Bedeutung gewann, war dies der erste Schritt in Richtung einer Veralltäglichung der Computer, die nun auch Aufgaben im Bereich der Maschinensteuerung, der Verkehrssimulation oder der Sprachverarbeitung übernahmen. Es war zugleich der Moment, in dem die ersten künstlerischen Experimente an digitalen Rechenmaschinen durchgeführt wurden, und zwar zugleich auf dem Gebiet der Musik, der Graphik und der Dichtung. Die Vorlesung wird dieses Zusammentreffen von Computer und Künsten in den Blick nehmen und anschließend den Wandel der daraus hervorgegangenen Symbiose bis in die Gegenwart hinein verfolgen.

Seminare

HS/PS  Literatur im Informationszeitalter

LV-Nr.: 3131 L 013

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mo 14 - 16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 15.04.2013

1945 verabschiedete der amerikanische Ingenieur und Forschungsorganisator, Vannevar Bush, in einem Zeitschriftenartikel ("As we may think") die Bibliothek als abendländisches Verfahren zur Speicherung und Ordnung von Wissen. Der kanadische Literaturwissenschaftler Marshall McLuhan ließ knapp zwei Jahrzehnte später den Abschied vom Buchzeitalter, der Gutenbergalaxis, folgen. Wiederum zwei Jahrzehnte später sah der Freiburger Literaturwissenschaftler Friedrich Kittler ,um 1900‘ einen Übergang von literarisch-philosophischen zu technischen Aufschreibesystemen. Das Seminar wird diese Kaskade von Diagnosen epochaler Zusammenbrüche zunächst auf ihre Möglichkeitsbedingungen hin befragen, um sich dann in einem zweiten Schritt Begriff und Sache der Literatur im Informationszeitalter zuzuwenden. Als vorbereitende Lektüre wird empfohlen: Dirk Matejovski, Friedrich Kittler (Hg.): Literatur im Informationszeitalter. Frankfurt a. M.-New York 1996; Johannes Fehr, Walter Grond (Hg.): Schreiben am Netz. Literatur im digitalen Zeitalter (2. Bde.). Innsbruck 2003.

 

HS  Gilbert Simondon: Die Existenzweise technischer Objekte

LV-Nr.: 3131 L 014

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 12 – 14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2013

"Um der Kultur den wahrhaft umfassenden Charakter zurückzugeben, der ihr abhandengekommen ist, muss man in der Lage sein, das Bewusstsein von der Natur der Maschinen, das Bewusstsein ihrer wechselseitigen Beziehungen und ihrer Beziehungen zum Menschen sowie der in diesen Beziehungen implizierten Werte wieder in sie einzuführen." Das 1958 erschienene Buch "Du mode d'existence des objet techniques" des französischen Philosophen Gilbert Simondon unternimmt es, dem Bruch zwischen Kultur und Technik, wie er sich in der Moderne immer stärker abzeichnet, durch eine Analyse des technischen Objekts entgegenzuwirken. Das Seminar wird sich Simondons Entwurf in einer genauen Lektüre zuwenden und dabei sowohl den historischen Kontext des Buches als auch seine spätere Rezeption etwa durch Gilles Deleuze nachzeichnen. Textgrundlage: Gilbert Simondon: Die Existenzweise technischer Objekte. Zürich 2012. 

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Forschungskolloquium

Kulturen des Wissens

LV-Nr.: 3131 L 012

MA-GKWT 5/3

Mo 18-20 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 15.04.2012

(Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung: )

Das Forschungskolloquium dient der gemeinsamen Diskussion einschlägiger Texte aus dem Bereich der kulturwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung sowie der Präsentation entstehender Masterarbeiten und Dissertationen.

 

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Lehrveranstaltungen Dr. Janet Boatin

Seminare

HS Krieg – Technik – Literatur. Der Erste Weltkrieg

LV-Nr.: 3131 L 035

 MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 14 - 16 Uhr; Raum:  H 3008
Beginn: 09.04.2013

„Meine Zeitrechnung beginnt am 4. August 1914.“ Piscators Zitat ist eine das Diskursklima protokollierende Deutung der an diesem Tag ausgelösten Krise, die sowohl bereits ereignisnah als auch in ihrer Erinnerung als einschneidender Epochenbruch im 20. Jahrhundert interpretiert wird. Der Erste Weltkrieg veränderte nicht nur tiefgreifend die nationalstaatliche Landkarte Europas, sondern konfrontierte alle Beteiligten, Kombattanten wie Zivilisten, mit neuen Erfahrungen moderner Kriegsführung wie z.B.  gesamtgesellschaftlichen Mobilisierungs- und Heroisierungsstrategien, physischer und psychischer Gewalt, militärischen Strategemen wie Tarnung, Beobachtung und Täuschung, der Bedrohung durch maschinell vernichtende Technik oder räumlicher Besatzung. Eine besondere Rolle für das Erzählen, Erinnern und Deuten, was von 1914 bis 1918 passiert ist, spielt Literatur. Das Seminar wird anhand ausgewählter literarischer Texte der spezifischen Medialität des Wissens um den Ersten Weltkrieg nachgehen und verschiedene Repräsentations- und Inszenierungsverfahren im diskursanalytischen Spannungsfeld untersuchen.

Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: Lars Koch/Marianne Vogel (Hg.): Imaginäre Welten im Widerstreit. Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur seit 1900. Würzburg 2007.

 

HS/PS Medien der Intimität

LV-Nr.: 3131 L 036

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mi 12 - 14 Uhr; Raum:  H 2051
Beginn: 10.04.2013

Ende des letzten Jahrhunderts konstatierte Paul Virilio in einem seinem Denken nicht untypischen, katastrophischen Ton, es machten die Technologien „des Bildes und des Blicks […] heutzutage möglich, sich ununterbrochen wechselseitig zu beobachten und zu vergleichen. Jedes ökonomische und politische System dringt seinerseits in den Intimbereich aller anderen Systeme und untersagt jedem, sich von der Konkurrenz- und Wettbewerbslogik längerfristig loszusagen.“ (Le Monde diplomatique, 14.08.1998, 15) Die These der technischen Dauerbeobachtung und Durchdringung des Intimen in unserer Gesellschaft hat von ihrer Strahlkraft nichts eingebüßt, wird sie schließlich immer wieder in Diskussionen über den Einfluss des Internets oder von Medienformaten wie Facebook in Anschlag gebracht. Das Seminar verfolgt diskursanalytisch die mit dem 18. Jahrhundert beginnende Geschichte der Intimität in Literatur und anderen Künsten. In  poetologischen Positionen eines Alban Nicolai Herbsts, dessen literarisches Blog ‚Einblicke‘ in die Privatsphäre des Autors inszeniert, oder im Werk einer Künstlerin wie Tracey Emin kommt bereits das enge Zusammenspiel von Medialität, Technik, Artifizialität und Authentizität für das relationale Konzept Intimität zum Vorschein. Das Seminar geht den Fragen nach, wie Intimität in ästhetischen Diskursen verhandelt, Veränderungen von voyeuristischen Blicken ins Intime und Enthüllungen des Privaten unter neuen technologischen Bedingungen in Literatur, Film, Kunst und Fotografie reflektiert und mit welchen Verfahren ästhetisch verarbeitet wurde.

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Lehrveranstaltungen Dr. Jeannie Moser

Seminar

HS Den Menschen er-|finden: Literarische Anthropologie

LV-Nr.: 3131 L 027

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 10-12 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 09.04.2013

Die große Innovation des 18. Jahrhunderts ist die Anthropologie. Der Mensch intensiviert die Befragung und Suche seiner selbst und macht sich damit zum kardinalen Objekt des Wissens. Dieses Objekt liegt jedoch nicht vor, bereit, um ans Licht der Aufklärung gezogen zu werden. Es kann nicht gefunden, sondern muss erfunden werden – der Mensch wird vom Menschen modelliert. Im Seminar geht es um die Verfahren mittels derer er sich entwirft, formt, immer wieder neu ordnet und mit Bedeutung versetzt. Wenn dafür neben wissenschaftlichen auch literarische Texte herangezogen werden, dann nicht, um sich auf das dort niedergelegte medizinische, philosophische oder juridische Wissen in seinen historischen Ausprägungen zu beschränken. Literatur nämlich prozessiert ihrerseits anthropologische Fragen und ist ein eigenständiges Medium der Wissensproduktion mit kultursemantischer Leistungskraft.

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Lehrveranstaltungen Dr. Daniel Tyradellis

Seminar

HS/PS  Reichtum. Die Ausstellung eines Phantasmas

LV-Nr.: 3131 L 034

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 4

Mi 16-18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 09.04.2013

Die Hoffnung auf ökonomischen Reichtum ist ein tragendes Phantasma unserer Gesellschaft. Dass Geld der Schüssel zur freien Entfaltung eigener Wünsche ist, durchdringt als Vorstellung alle sozialen Schichten. Wie kann es gelingen, mit den Mitteln einer Ausstellung hinter die Fassade dieses wirkmächtigen Phantasmas zu gelangen, seine Genese, seine Gründe und seine Folgen zu analysieren? Ausgehend von der Lektüre zentraler Texte aus den Bereichen Ökonomie, Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse versucht das Seminar, theoretische Fragestellungen und disziplinäres Wissen in den musealen Raum zu bringen. Installationen und Inszenierungen, Exponate und Erzählungen werden dabei als Bausteine eines kuratorischen Denkens begriffen, das sich seiner pädagogischen und das heißt gesellschaftlichen Verantwortung stets bewusst ist. Es setzt die Bereitschaft zu transdisziplinären und intermedialen Diskussionen ebenso voraus wie die Auseinandersetzung mit den Evidenzen in der Alltagswelt.

Das Seminar ist eine Kooperation mit den K.W. – Kunst-Werke Berlin.

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Lehrveranstaltungen PD Dr. Caroline Welsh

Seminar

HS/PS  Literatur und Medizin

LV-Nr.: 3131 L 033

BA-KulT IS 4, MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mi 10-12 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 09.04.2013

Wie wird medizinisches Wissen in literarischen Texten repräsentiert? In welche Kontexte wird dieses Spezialwissen um die Krankheiten des menschlichen Körpers und seiner Seele eingebetet und welche Funktionen übernimmt die Literatur als Form der kulturellen Auseinandersetzung mit medizinischem Wissen, medizinischen Praktiken und Institutionen? Ist das medizinische Wissen selbst unabhängig von sprachlichen Kategorien und kulturellen Deutungsmustern? Das Seminar vermittelt einen theoretischen Einblick in verschiedene Möglichkeiten, das Verhältnis von Literatur und Medizin zu fassen und gibt dabei einen historischen Überblick über medizingeschichtlich wichtige Themenkomplexe (Fallgeschichte, Hirnforschung, Sterbehilfe) seit der Aufklärung.

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