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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen SoSe 2012

Lehrveranstaltungen Prof. Dr. Hans-Christian von Herrmann

Vorlesung

Michel Foucault: Mikrophysik der Macht und Geschichte der Wahrheit

LV-Nr.: 3131 L 002

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Do 18 - 20 Uhr; Raum: H 2053
Beginn: 19.04.2012

In Fortsetzung der Vorlesung vom Wintersemester wird es darum gehen, in welcher Weise Michel Foucaults "Denken des Außen" im Laufe der 1970er Jahre seine durch Literaturontologie und Wissensgeschichte markierten Anfänge auf eine Geschichte der Macht, des Subjekts und der Wahrheit hin überschreitet. - Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Philipp Sarasin: Michel Foucault - zur Einführung, Hamburg: Junius Verlag, 2005. - Weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

Seminare

HS/PS Bertolt Brecht: Theater des wissenschaftlichen Zeitalters

LV-Nr.: 3131 L 014

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mo 14 - 16 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2012

Das Seminar wird die Genese des epischen Theaters und seiner Theorie von den 1920er bis in die 1950er Jahre nachvollziehen und dabei insbesondere seine Einbettung in wissenschafts- und technikgeschichtliche Kontexte herausarbeiten. Ein besonderes Interesse gilt hier den Berührungspunkten mit dem Strukturalismus (R. Barthes) und der Kybernetik (G. Klaus). - Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Roland Barthes: "Brecht, Marx und die Geschichte", in: ders.: "Ich habe das Theater immer sehr geliebt, und dennoch gehe ich nicht mehr hin." Schriften zum Theater, Berlin 2001, S. 184-189. - weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

 

HS Ende des Buches und Anfang der Schrift

LV-Nr.: 3131 L 013

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 12 – 14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 17.04.2011

"Wenn wir den Text vom Buch abheben, dann wollen wir damit sagen, daß der Untergang des Buches, wie er sich heute in allen Bereichen ankündigt, die Oberfläche des Textes bloßlegt." Dieser Satz, der sich in Jacques Derridas 1967 erschienener "Grammatologie" findet, ist nicht einfach eine kulturkritische Klage über den schwindenden Stellenwert des Lesens, sondern eine Diagnose bezüglich der veränderten epistemologischen Konturen des Schreibens und der Schrift in der informatisierten Kultur der Gegenwart. Ausgehend von Derridas Thesen wird das Seminar einen Blick auf verschiedene literatur- und kulturwissenschaftliche Positionen seit den 1960er Jahren werfen, um zu beobachten, welche neuen theoretischen Konzepte dieser historische Wandel hervorgebracht hat. - Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Walter Seitter: Physik der Medien. Materialien, Apparate, Präsentierungen, Weimar 2002, Kap. 19: "Die Schrift". - Weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

 

HS Biopolitik

LV-Nr.: 3131 L 031

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Di 16 – 18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 17.04.2011

"Die Kontrollmöglichkeiten", so schrieb Giorgio Agamben vor einigen Jahren, "die die Staaten heute mit elektronischen Vorrichtungen wie Kreditkarten oder Mobiltelefonen über die Individuen ausüben können, wären früher undenkbar gewesen. Aber es gibt eine Stufe in der Kontrolle und der Manipulierung der Körper, deren Überschreitung einen neuen globalen biopolitischen Zustand bedeuten würde, einen weiteren Schritt zu dem, was Foucault als eine Art progressive Vertierung des Menschen durch äußerst verfeinerte Techniken beschrieben hat. Die elektronische Erfassung der Fingerabdrücke und der Netzhaut, die Unterhauttätowierung und andere Praktiken dieser Art gehören zu dieser Stufe." 'Biopolitik' ist eine von Michel Foucault seit Mitte der 1970er Jahre analysierte Form des Zusammenwirkens von Wissen und Macht, die im 19. Jahrhundert 'erfunden' wird und die sich nicht mehr auf das Individuum, sondern auf das Leben der Bevölkerung richtet. Im Seminar soll zunächst, ausgehend von den Schriften Foucaults, eine historische Problemlage nachgezeichnet werden, um anschließend die Frage der Aktualität dieser Analysen aufzuwerfen.  - Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Michel Foucault: In Verteidigung der Gesellschaft. Vorlesungen am Collège de France (1975-76), Frankfurt/M. 1999, S. 276-305 (Vorlesung vom 17. März 1976).  - Weitere Hinweise im elektronischen Vorlesungsverzeichnis und auf ISIS.

 

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Forschungskolloquium

Literatur und Wissenschaft

LV-Nr.: 3131 L 012

MA-GKWT 5/3

Mo 18-20 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2012

(Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung)

Das Forschungskolloquium dient der gemeinsamen Diskussion einschlägiger Texte aus dem Bereich der kulturwissenschaftlichen Wissenschafts- und Technikforschung sowie der Präsentation entstehender Masterarbeiten und Dissertationen.

 

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Lehrveranstaltungen Dr. des Christina Vagt

Seminare

Kulturwissenschaftliche Positionen (Einführung) 

LV-Nr.: 3131 L 035

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Di 14 - 16 Uhr; Raum:  H 2051
Beginn: 17.04.2012

Das Seminar bietet eine Einführung in die wichtigsten kulturwissenschaftlichen Methoden und Theorien. Das interdisziplinäre Forschungsfeld, aufs Engste mit Geschichte und Gegenwart der Literaturwissenschaft verknüpft, soll aus der Perspektive verschiedener Autorinnen und Autoren wie Siegmund Freud, Jacques Lacan, Michel Foucault, Michel Serres, Gaston Bachelard, Martin Heidegger, Walter Benjamin, Marshall McLuhan, Friedrich Kittler, Bruno Latour, Jan und Aleida Assmann u.a. erschlossen werden.

 

Heideggers Medien

LV-Nr.: 3131 L 036

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3,

Do 12 - 14 Uhr; Raum:  H 2051
Beginn: 19.04.2012

Im Denken Martin Heideggers spielen Medien eine ausgezeichnete Rolle. Anhand von Uhren, Schreibmaschinen, Fotographien, Radio, Fernsehen und Computern lässt sich nicht nur Heideggers Wissenschafts- und Technikverständnis klären. Medien selbst übernehmen epistemologische Funktionen und stellen herrschende Ordnungs- und Wahrheitsbegriffe in Frage. Heidegger als Medienontologen zu lesen erlaubt es einen kritischen Blick auf das Selbstverständnis institutionalisierter Wissensproduktion zu werfen, unabhängig davon, ob es sich um Geistes- oder Naturwissenschaften handelt.

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Lehrveranstaltungen Dr. Jeannie Moser

Seminare

Ludwik Fleck: Unfertige Gedanken – Unfertige Begriffe

LV-Nr.: 3131 L 027

MA-GKWT 4, MA-GKWT 5/3

Mo 12-14 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2012

In seiner Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv entwirft Ludwik Fleck Begriffe als "denkhistorische Ereignisse", die Zäsuren im Prozess der Erkenntnisproduktion markieren. Wird geforscht, ist entstehendes Wissen an seine möglichen sprachlichen Artikulationen gekoppelt. Die Bildung von Ideen und Begriffen verläuft simultan, beide werden gleichermaßen verfertigt, umgearbeitet, geklärt und konturiert, verworfen und wieder neu aufgebaut – Arbeit am unfertigen Gedanken bedeutet daher immer auch Arbeit am unfertigen Begriff.

Das Lektüreseminar gilt der 1935 erstmals erschienenen, für Kulturwissenschaft und Wissenschaftsforschung zentral gewordenen Studie Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache und konstelliert sie einerseits mit Texten aus dem epistemischen Milieu der Literatur (etwa Heinrich von Kleists Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden), andererseits mit jüngeren wissenstheoretischen Texten, die sprachliche Repräsentation als fundamentale epistemologische Praktik begreifen.


Die Kulturtechnik des Erzählens

LV-Nr.: 3131 L 028

MA-GKWT 1/2, MA-GKWT 4

Mo 16-18 Uhr; Raum: H 2051
Beginn: 16.04.2012

Narrative entfalten ihre Kraft besonders angesichts von Chaos und Unbekanntem, an den Rändern systematisierten Wissens, in Zonen, in denen Neues entsteht, ein Diskurs auseinanderzubrechen droht oder gar aussetzt, dort, wo eine epistemische Ordnung in eine andere übergeht oder aber erst etabliert werden muss. Das Seminar behandelt dahingehend das Erzählen nicht als genuin literarische Form oder Gattung, sondern als eine kulturelle Aktivität, die für die Organisation von Erfahrung und Wissen grundlegend ist. Es ist eine Technik, die jenseits der Grenze zwischen Faktum und Fiktion operationsfähig ist, und dazu befähigt, die Wirklichkeit zu strukturieren, ihr Form zu geben, Sinn zu stiften, Ereignisse ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse zu bearbeiten.

Im Seminar werden in Auszügen Texte der kulturwissenschaftlichen Erzähltheorie gelesen (u.a. Erich Auerbach, Jacques Rancière, Paul Ricoeur, Hayden White, Joseph Vogl, Mieke Bal, Reinhart Koselleck).

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